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Schön wie gemalt!

Opublikowano w Deutsch

Übersetzung des Kapitels  „Ułani malowani“  aus dem Buch „Wojsko Księstwa Warszawskiego. Ułani, gwardie honorowe, pospolite ruszenie, żandarmeria konna” Ryszard Morawski, Adam Paczuski. Karabela 2009.  © KARABELA 

Armee des Herzogtums Warschau. Ulanen, Ehrengarden, Adelsaufgebot, Berittene Gendarmerie

Kapitel: Schön wie gemalt!

  Sacristi – schimpfte in einem seiner Briefe der bis jetzt bekannteste polnische Militärmaler Wojciech Kossak – „ Schade, dass es dieses Museum nicht gab, als ich Beresina malte; jetzt muss ich vieles ändern“. Seine Irritation wurde durch die Besichtigung der Sammlung, die sein bekannter Fachkollege Édouard Detaille zusammenstellte, verursacht. Dort wurde Kossak bewusst, wie viele Fehler er in Uniformen und Pferdegeschirr beim Malen seines besten Panoramas gemacht hatte. Dieses Beispiel zeigt, dass die Forscher der alten Waffen und Uniformen in viele Fallen geraten können. Diejenigen, die das Aussehen der Soldaten der Zeit des Herzogtums Warschau illustrieren wollen, stehen vor einer besonders schwierigen Aufgabe. Die Teilungen, Aufstände, Emigration und endlich zwei Weltkriege haben Zerstörung, oder bestenfalls Zerstreuung sowohl der materiellen Denkmäler dieser Epoche als auch Archivalien verursacht. Deswegen sind wir beim Nachbilden der Uniform und der Ausstattung der Ulanen von einzelnen Regimentern auf wenige schriftliche (Dokumente aus der Epoche und Erinnerungen) oder ikonographische Quellen angewiesen. Ein guter Weg, Uniformen der Offiziere kennen zu lernen, sind Porträts. Sie erweitern leider unsere Kenntnisse nicht über die ganze Uniform, und schon gar nicht über Pferdegeschirr sowie vor allem Form und Farbe der Schabracke und des Mantelsacks. Deswegen ergänzten die Künstler, die sich mit der Rekonstruktion (Nachbildung) der Uniformen der Truppen des Herzogtums Warschau beschäftigten, die fehlenden Elemente, indem sie zu Analogien und manchmal auch Phantasie griffen. Die erhaltenen Quellen zeigen sehr oft nicht vorschriftsmäßigen Uniformen. Es ist heute schwer zu sagen, ob es ein Fehler des Künstlers ist oder der Person, welche die Graphik kolorierte. Oder vielleicht ein Beweis dafür, dass die Vorschriften in der Kavallerie des Herzogtums Warschau nach Belieben angewandt wurden? Darum ist es besser, kategorische Urteile in dieser Materie zu vermeiden. 

  Die beste Quelle sind natürlich erhaltene Uniformen und andere Ausstattungselemente, aber im Fall der Kavallerie des Herzogtums Warschau sind es nur sehr wenige. Ab und zu kommt es vor, dass es in einer Sammlung (meistens im Ausland) ein bis jetzt unbekanntes Exponat auftaucht, aber es geschieht sehr selten. Ein Beispiel dafür ist die aus einer privaten Kollektion stammende Kurtka des Trompeters des 6. Regiments (gezeigt auf der Tafel Nr. 37 Pos. 3, I Band). 

  Uns bleiben deswegen spätere Überlieferungen und Porträts, die aber manchmal nach einigen Jahrzehnten entstanden und von weiteren, ihre Glaubwürdigkeit herabsetzenden Faktoren bedingt wurden. Sowohl der Historiker als auch der Künstler ist bei der Rekonstruktion eines Soldaten aus der Zeit vor 200 Jahren der Versuchung ausgesetzt, manche Elemente hinzuzufügen oder zu ändern (infolge ihrer inneren Überzeugung aufgrund der eigenen Kenntnisse, des Vergleichsmaterials oder ihres ästhetischen Gefühls). Auf die ikonographischen Darstellungen hatten sowohl die durch Mode inspirierte Manier des Künstlers als auch seine Kenntnisse über Waffen und Uniformen einen Einfluss. Der Künstler, der wie Ryszard Morawski vor der Aufgabe steht, die Uniform einer militärischen Einheit nachzubilden, muss deswegen viele Faktoren in Betracht ziehen, derer sich auch der Leser bewusst sein sollte. 

  Die Bekleidungsvorschriften des Kriegsministers von 1807 und 1810 bilden zwar allgemeine Rahmen von reglementmäßigen Uniformen, aber meistens unbekannt sind die Anordnungen der Befehlshaber der einzelnen Regimenter, in den Einzelheiten bestimmt wurden. Höchstwahrscheinlich sind sie während der zahlreichen Kataklysmen der letzten 200 Jahren, welche die polnische Archivalien durchgemacht haben, verloren gegangen. Zum Glück wurde die Anordnung für das 9. Regiment im Jahre 1905 von Bronislaw Gembarzewski in Wojsko Polskie Księstwa Warszawskiego (Polnisches Heer des Herzogtums Warschau) veröffentlicht. Das Lebenswerk dieses hervorragenden Historikers, aber vor allem Museumskenners und Schöpfers des Museums des polnischen Heers – mehrbändige Arbeit Żołnierz Polski. Ubiór, uzbrojenie i oporządzenie wojska polskiego (Polnischer Soldat. Uniform, Bewaffnung und Ausstattung des polnischen Heers) – ist, trotzt aller Mängel und Unvollkommenheiten, ein fast unübertreffliches Kompendium des Wissens u.a. über Uniformen des polnischen Heers in der Napoleonischen Epoche. Die dort erhaltenen Illustrationen wurden Basis auch für die meisten Tafel von Ryszard Morawski, sie wurden jedoch nicht kritiklos kopiert. Denn man muss in Erinnerung behalten, dass Żołnierz Polski, einige Jahre nach dem Tode des Verfassers aufgrund von Notizen und schwarz-weißen Mikrofilmen veröffentlicht, nicht frei von Fehlern ist. Dort, wo es den Autoren unserer Publikation gelungen ist, an die genannte Quelle (Porträt, Graphik oder Beschreibung) zu gelangen, ist die Version von Gembarzewski nach ihrer Vorlage verifiziert. Es betrifft vor allem die Farbgebung, die von Karol Linder in der Ausgabe des Buches Żołnierz Polski von 1964 nicht immer genau wiedergegeben wurde. Als Beispiel kann die Farbe der Westen der Dienstuniform von Offizieren des 2. Regiments dienen. Nach der Beschreibung von Aleksander Fredro (Gembarzewski hat sich auf sie als Quelle berufen) waren sie gelb, und nach der von Linder – hochrot (ponceau). Manchmal gibt es auch Abweichungen der von Gembarzewski publizierten Angaben mit den erhaltenen Exponaten. So werden z. B. im Museum des Polnischen Heers die Uniformen des Kompanieführers Józef Horochu vom 12. Regiment aufbewahrt – sie haben gelbe Vorstöße (ähnliche wurden auf der Illustration von Kondratowicz gezeigt), Gembarzewski wiederum schreibt dieser Einheit weiße Vorstöße zu. Die wertvollste ikonographische Quelle für uniformkundliche Forschung sind selbstverständlich zeitgenössische Bilder, Zeichnungen und Graphiken, mit den dargestellten Personen und Uniformen. Im Falle der Ikonographie der Ulanen-Einheiten des HW sind sie leider nicht zahlreich. Es sind u.a. die in der Polnischen Bibliothek in Paris erhaltenen Aquarelle von Sylwester Zielinski aus dem Jahr 1811. Sie zeigen an Hand von Beispielen des 2. Regiments Musteruniformierung von Ulanen-Regimentern nach der Vorschrift aus dem Jahr 1810 (ausgenutzt in folgenden Tafeln des 1. Bandes: Nr 15, 16, 17, 20 Pos. 3, 24 und 25). Es ist auch die anonyme, Litauer Ulanen in Hamburg 1813 darstellende Aquarelle, die von Jerzy Bahrynowski beschrieben wurde (2. Band: Nr. 5, 13,18,19,28, 33). Aber nicht alle Quellen aus der Epoche sind eindeutig. Großes Durcheinander wurde durch die von Sebastian Langer nach Arbeiten von Michal Stachowicz gestochenen Illustrationen verursacht. Sie stellen u.a. das in Krakau stationierende 3. Regiment dar. Die Stiche wurden handgemalt; infolgedessen wechselten in nacheinander kommenden Auflagen die Farben der einzelnen Uniformteile. Als Beispiel kann der Trompeter des 3. Regiments dienen – auf der Tafel der zweiten Auflage hat er eine blaue Uniform mit roten Rabatten und Kragen, und auf derselben Tafel der dritten Auflage ist die Uniform weiß mit blauen Rabatten und Kragen und roten Vorstößen. Gembarzewski, der sich höchstwahrscheinlich der ersten Auflage (Wien 1812) bediente, zeigte noch eine andere farbige Version der Uniform des Trompeters (weiße Uniform mit roten Rabatten und Kragen) und von dieser Version wurde die Tafel Nr. 29 Bd. I in unserem Album inspiriert. Da es in keinen Arbeiten, außer den von Stachowicz, die Bestätigung dafür gibt, dass Ulanen zwei sich auf der Brust kreuzende Bandeliere (für Kartusche und Säbel) trugen, wurde es in unserer Publikation nicht berücksichtigt. Dagegen wurden die von Stachowicz übergangenen, vorschriftsmäßigen Konterepauletten bei Offizieren wiedergegeben. 

  Eine verhältnismäßig gediegene Quelle bilden wiederum die kolorierten Lithographien von Józef Kondratowicz aus dem im Jahre 1829 herausgegebenen Zyklus Ubiory Woyska Polskiego Xięstwa Warszawskiego (Uniformen des polnischen Heers des HW) (Bd. I: Nr. 32, 35, 42, 52, 64, 72, 77, 88). Man muss daran denken, dass die Arbeiten von Kondratowicz auch nicht immer identisch koloriert wurden. Aber die Unterschiede sind seltener und nicht so wesentlich wie im Fall der Tafel von Stachowicz und Langer. Die zur nächsten Generation gehörenden Künstler Januarius Suchodolski und Roman Rupniewski, die nur Kindheitserinnerungen aus der HW Zeiten hatten, verließen auch ihre Vorstellungen der Soldaten jener Epoche. Doch ist die Glaubwürdigkeit ihrer Überlieferung wegen des zeitlichen Abstands etwas geringer. Uniformen und Proportionen (z.B. von Tschapkas) auf den Aquarellen von Rupniewski weisen zwar Einflüsse der späteren Mode auf, aber sie sind manchmal die einzige Quelle für die Rekonstruktion für Uniformen einiger Einheiten (Bd. I: Nr. 22, 29, 37 Pos. 1 und 2; Bd. II: Nr. 61). 

  Der vor allem im Ausland dank der Publikation von Alphonse Marie Malibran popularisierte Bilderzyklus über Uniformen polnischer Einheiten in der napoleonischen Epoche von Jan Chełmiński ist eine Quelle, die auch Vorsicht verlangt. Seine Darstellungen tragen ein zu deutliches Gepräge der Faszination dieses Künstlers vom Schaffen des am Ende des XIX. Jh. sehr populären Ernest Meissonier (wenn auch Chełminski weder seinen Talent noch seine Kenntnisse besaß). Deswegen ist die Version der Uniformierung der HW-Armee von Chełmiński mit einer großen Zurückhaltung zu betrachten, obwohl wir in mehreren Fällen nur aufgrund seiner Arbeiten Uniformen einiger Einheiten oder z.B. Trompeter kennen lernen können (Bd. I: Nr 40, 47, 56, 84, 87). Ein anderer Maler, der sich auch mit Uniformen der Ulanenregimenter beschäftigte, war Zygmunt Rozwadowski, der uns einige Studien über das 8. Regiment (Bd. I: 48, 49, 55) hinterließ. Wesentlich für die Entwicklung der Kenntnisse über Ulanenuniform der HW-Epoche waren Forschungen von Stanislaw Gepner, der mit Gembarzewski zusammenarbeitete. Seine Uniformtafeln und –studien (sowohl diejenigen, die zusammen mit Publikationen herausgegeben wurden, als auch die nicht veröffentlichten, die sich in der Sammlung des Museums des polnischen Heers befinden) bildeten Basis für einige Darstellungen in unserem Album (Bd. I: Nr. 44, 85, 86; Bd. II: Nr. 14, 25, 31, 32, 36, 39, 50, 51). 

  Unter den im Ausland entstandenen Arbeiten sind die Tafeln von Herbert Knötel (Sohn des berühmten Uniformkenners Richard) und Jacques Domange bemerkenswert. Die in den 50. Jahren des XX Jh. (bis 1963) entstandene Serie von Knötel, veröffentlicht in Publikationen von John Elting, basiert zwar oft auf den Feststellungen von polnischen Forschern (u.a. von Gembarzewski und Gepner), zeigt aber nicht selten Mangel an Verständnis der Eigenart der polnischen militärischen Uniform auf. Es ist schwer zu beurteilen, was in seiner Bildern Quelleninterpretation ist und was sein eigener Zusatz (Bd. I: Nr. 41, 63, 65, 78; Bd. II: Nr. 18, 41, 45, 50, 51). Die in dem Buch von Alfred Umhey L’Armée de Napoléon publizierten Arbeiten des zeitgenössischen Uniformkenners Jacques Domange (der u.a. mit „Tradition”, der führenden Zeitschrift über französische Waffen und Uniformen, besonders der Zeit Napoleons verbunden ist) stützen sich auf ikonographische Quellen, die bis jetzt in polnischen Bearbeitungen selten genannt waren. Die Interpretationen von Domange wurden in den Tafeln über die Regimente Nr. 8, 20 und 1 und das Regiment 2. von 1814 verwendet (Bd. I: Nr. 50, 51, 53, 54; Bd. II: Nr. 37, 38, 40, 42, 43, 44, 55, 56, 60, 62). 

  Sehr kompliziert ist das Problem der Uniformen der litauischen Regimenter. In den letzten Jahren fand dieses Thema seinen eindringlichen Forscher – Dariusz Nawrot. Auf seinen Erkenntnisse gründen einige, litauische Einheiten darstellende Tafeln (Bd. II: Nr. 5, 8, 15, 16, 19, 22, 27, 29, 32, 33, 35, 36, 49, 84), doch sind die Verfasser unserer Publikation nicht mit allen seinen Behauptungen einverstanden. Auf den von Nawrot publizierten Tafeln von Samanta Glińska tragen die Ulanen des 17. und des 18. Regiments rote Tschapkas, und die des 19. – gelbe. Aufgrund des Fehlens von erhaltenen historischen Gegenständen als auch an ikonographischen und schriftlichen Dokumenten, die dies bestätigen könnten, entschieden die Autoren unseres Buches, bei schwarzen Tschapkas zu bleiben, was auch Gembarzewski tat – gemäß der Vorschrift über Regimentsuniformen des HW und vor allem im Einklang mit den erhaltenen Exponaten. Eine dokumentierte Ausnahme von Tschapka Farben ist das Porträt des Kommandeurs des 18. Regiments Dominik Przeździecki, das ihn in einer roten Tschapka zeigt . Man muss aber in Erinnerung haben, dass dieses Porträt im Jahre 1831 in Königsberg, kurz vor dem Tode des Porträtierten entstand, als er zum Verlassen des Vaterlandes zusammen mit den von ihm organisierten aufständischen Einheiten gezwungen wurde,. Deswegen sind wir nicht sicher, ob das Porträt Przeździecki in der Uniform aus der Napoleonischen Epoche oder vielmehr aus der Zeit des Novemberaufstandes darstellt. 

  Im Gegensatz zur Uniformierung fehlen in den ikonographischen Quellen leider viele Informationen über Form und Details der Ausstattungselemente. Die Hauptquelle sind deswegen die sich in Museensammlungen und privaten Kollektionen befindenden originalen Exponaten aus der Epoche. In diesem Fall ist auch Vorsicht am Platz, weil es bereits passierte, dass die Sammler Ausstattungselemente aus zwei verschiedenen Objekten zusammenfügten (manchmal aus verschiedenen historischen Epochen). Es kommen leider auch Betrügereien vor. In den letzten Jahren erschien noch eine Informationsquelle über militärische Ausstattung aus der Napoleonischen Zeit. Es sind nicht professionelle Ausgrabungen der Militariasucher. Obwohl die gefundenen Objekte keinen archäologischen Kontext besitzen und ihre richtige Herkunft strittig sein kann, sind sie dank ihrer Besonderheit eine wertvolle Quelle. Die in Polen, Litauen, Weißrussland und Russland ausgegrabenen, und den Ulanenregimentern des HW zugeschriebenen Ausstattungselemente waren Quelle für das Bildnis von manchen Tschapkablechen, Offiziersgürtelschlösser und Zierelementen auf unseren Tafeln (Bd. II: Nr. 65, 71). 

  Im zweiten Band findet der Leser auf drei Tafeln Gestalten, die eines gewissen Kommentars bedürfen. Zwei von ihnen, (Bd. II: Nr. 11 Pos. 3 und Nr. 12) zeigen vermutliche Ulanen des 17. Regiments in Uniformen der Jäger zu Pferd, die von ihnen im Jahre 1813 in Hamburg getragen wurden, da keine Vorräte an alten Ulanenuniformen mehr existierten. Sie wurden im Kontext der Litauer Ulanen zum ersten Mal von Gembarzewski auf zwei Aquarellen in der im Jahre 1903 veröffentlichten Publikation von Józef Tyszkiewicz über Geschichte des 17. Regiments gezeigt. Als Quelle diente ein ikonographisches Dokument, das im Jahre 1896 in Besitz von General Vanson war. Es war höchstwahrscheinlich eine Kopie der Arbeit der Brüder Suhr aus dem im Jahre 1820 herausgegebenen Werk Abbildung der Uniformen aller in Hamburg seit den Jahren 1806 bis 1815 einquartiert gewesener Truppen. Dort befindet sich tatsächlich eine Tafel, die ganz bestimmt eine Quelle für Gembarzewski war, die aber einen mehrdeutigen Titel hat: „Reiter der Französisch-Polnischen Legion (Polnische Jäger zu Pferd?)”. Józef Tyszkiewicz bestätigt, dass die Aquarelle von Gembarzewski aufgrund der im Jahre 1813 in Hamburg geschaffenen Originale entstanden (sie sollten folgende Titel tragen: „Soldat der Linienkompanie der polnischen Kavallerie“ und „Polnischer Kavallerist“). Aber er zweifelt, ob diese Uniform wirklich von dem 17. Regiment getragen wurde. Gembarzewski selbst änderte seine Meinung über sie, denn als die Zeitschrift Żołnierz Polski eine von ihm aufgrund der Suhr-Illustration gezeichnete Tafel publizierte, wurden die Träger dieser Uniform als die im Jahre 1811 in Hamburg gebildeten Chasseurs-Lanciers beschrieben. In Anbetracht dessen, dass die in dieser Kollektion erhaltenen Arbeiten von Suhr in den Jahren von 1806 bis 1815 entstanden, kann man vermuten, dass sie eine ganz andere polnische Einheit betreffen, die in dieser Zeit in der Umgebung von Hamburg anwesend war (z.B. das 4. Regiment der Jäger zu Pferd). 

  Die dritte kontroverse Illustration in unserem Album ist das Bild des Stabsoffiziers des 21. Regiments aus der Zeit, als diese Einheit als das 21. Regiment der Jäger zu Pferd fungierte (Bd. II Nr. 49). Auf diese Weise wurde von Gembarzewski das bis zum zweiten Weltkrieg in der Sammlung der Warschauer Musikgesellschaft namens Stanisław Moniuszko befindliche Porträt des Kompanieführers Czesław Moniuszko (Vater des Komponisten Stanisław) interpretiert. Aber aus den erhaltenen Notizen von Czesław Moniuszko wird ersichtlich, dass er zwar in das Verzeichnis des in dieser Zeit von seinem Verwandten Oberst Ignacy Moniuszko erst gebildeten 21. Regiments der Jäger zu Pferd eingetragen wurde, jedoch nie Dienst in dieser Einheit tat. Den ganzen Feldzug von 1812 tat er Dienst als Adjutant des Generals Valence und der Marschälle Davout und Murat. Überdies tritt er auf den Zeichnungen, die er hinterließ, in seiner eigentlich Adjutanten-Uniform (nota bene mit Bärenfellmütze) in Erscheinung und ließ sich vermutlich auch so auf dem Bild porträtieren, das als Muster für Gembarzewski diente. 

  Die ausführliche Beschreibung der Uniformierung der Armee des HW erfordert noch zahlreiche Nachforschungen, vor allem in Archiven. Die Verfasser unseres Albums hoffen, dass ihre Arbeit einen Beitrag in Entwicklung dieser Forschungen und in Voranschreiten der Kenntnisse über Geschichte und Aussehen der polnischen Kavallerie in der nach dem Namen des Kaisers der Franzosen genannten Epoche hat. 

 

Übersetzt von Danuta Chojnacka